Die Horde des Drachen

 
   


Die hohe Kunst des Handwerks

 

An alle, die hier historisch korrekte Anleitungen erwarten,  sei gesagt, dass wir hier unser Leben doch viel einfacher gestaltet haben, als die Leute im Frühmittelalter. Letzendlich ist dies  auch "nur" ein Hobby und soll Spass machen. Hier eine kleine Darstellung unserer bisherigen Werke:

  

Wikingerkeilzelt

Im Jahre 2005 haben Tyr und Alrik die ersten Zelte gebaut. Den Zeltstoff haben wir gekauft, da wir nicht die Möglichkeit hatten, den Stoff zu Imprägnieren und wir keine passende Nähmaschine hatten.

Die Bretter haben wir uns im Holzfachhandel gekauft. (Man kann, wenn man Geld sparen will, auf ungehobelte Bretter zurückgreifen, hat dann aber nachher die Arbeit mit dem Glätten.) Es werden drei Kanthölzer und sechs Bretter benötigt.

Bei den Kanthölzern werden beide Enden abgerundet. Dann werden von den sechs Brettern zwei Bretter auf die Zeltbreite geschnitten. Mit etwas Abstand vom Rand wird mit einer Lochsäge ein rundes Loch gesägt, welches den Durchmesser der runden Teile der Kanthölzer hat. Bei den anderen vier Brettern werden in die eine Seite auch Löcher gesägt. (Die Kanten des Brettes können abgerundet werden -> Dies erleichtert das Aufbauen!)

In das obere Ende wird auf maximale Zelthöhe auch ein Loch gesägt. Es sollte oben ein größeres Stück überstehen.

Dann werden die Teile noch einmal glatt geschmirgelt und lasiert, geölt oder angestrichen.

Aufbau des Zeltes:

Zunächst werden die drei Kanthölzer auf den Boden gelegt: Zwei in Zeltbreite und Eins daneben.

Auf die beiden zeltbreiten Kanthölzer wird das kurze Brett geschoben. Eines der langen Bretter wird jeweils mit dem niedrigeren Loch in das Bodenkantholz 2 geschoben und mit dem hohen Loch in den Balken 3.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

           

                

                                             

 

  

            

 

Kettenhemd

Onem hat sich als Zweiter unserer Gruppe, nach Alrik, ein eigenes Kettenhemd gefertigt. In mühevoller Kleinarbeit hat er jeden einzelnen Ring gekniffen und in Form eines Hemdes zusammen gefügt. Die Ringe bestehen aus 2 mm starkem Draht und sind zunächst an einem Stück aufgedreht. Sie müssen einzeln abgeniffen und miteinander verflochten werden. Tyrs Kettenhemd ist zur Zeit noch in Arbeit.

 

Esse/ Blasebalg

Auf dem mittelalterlich Spectaculum 2007 in Telgte bekamen Onem und Tyr die Idee, sich selber eine Schmiede zu bauen. Ende des Jahres setzten sie ihren Plan in die Tat um und begannen mit dem Bau einer Esse und eines Blasebalgs. Die Esse besteht aus einer Stahlschale, ausgekleidet mit Scharmottsteinen. Der Blasebalg, ein Doppelblasebalg, ist aus zwei Brettern gefertig, die mit Leder ummantelt sind und die Luft mittels eines Eisenrohres in die Esse führen.

 

Bau & Schmieden

 

 

        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit Anfang des Jahres 2008 ist unsere Esse fertig. Nach den ersten selbstgeschmiedeten Ess-Piekern und S-Haken, fertigen wir nun auch Messer und Fibeln.

Auch einen Schürhaken haben Onem, Tyr und Eldur schon auf dem Amboss geformt.

 

 

Tonarbeiten (Teller/ Pinnchen)

Mit Ton haben wir uns schon länger für verschiedenste Gefäße und Teller beschäftigt. Unsere Teller sind alle handgemacht und auch unsere Pinnchen. Diese haben Onem und Elva aus Ton geformt und zusammen den Drachen und die Namen der Gruppenmitglieder hinein geritzt.

     

    

 

Rufhorn

Gegen Ende des Jahres 2006 ist uns die Idee gekommen, dass unsere Gruppe unbedingt ein Rufhorn benötigt, um auf sich aufmerksam machen zu können. Wir haben bei einem Rohorn die unteren 3cm abgeschnitten. Dann haben wir mit einem Holzbohrer von unten die letzten 2cm  aufgebohrt, so dass wir einen durchgehenden Hohlkörper hatten (damit wir unten nicht zu viel abschneiden mussten), dann die Innenkante des Blasloches ein wenig anschrägen, dies erleichtert das Spielen/Blasen. Zum Schluss haben wir in das obere Ende unseren Drachen geschnitzt. Anschließend haben wir das Horn noch geschmiergelt und poliert.

Schuhe/ Lederarbeiten

Auch Wikinger trugen schon Schuhe. Deshalb haben wir uns gedacht, wir machen uns auch welche. Wir haben zwei verschiedentene Arten von Schuhen hergestellt. Einmal den Wendeschuh und einmal den Bundschuh. Beim Wendeschuh werden die beiden Seitenteile auf der Außenseite zusammen genäht und anschließend wird die Sohle, meist aus Ziegenleder - da es dicker und stabiler ist- angenäht. Der Schuh wird nun nach innen gewendet, so dass die Nähte innen liegen. Um nicht auf den Nähten laufen zu müssen, kann man ein Stück Leder oder ein Stück Fell als Einlage in den Schuh legen. Allerdings sind es eher "Gut-Wetter-Schuhe", da man die Nähte nicht vollständig dicht bekommt. Alles in allem sind sie aber sehr bequem zu tragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         

                

   

    

 

 

 

Beim Bundschuh wird zunächst das Schnittmuster auf ein Stück Leder übertragen. Man hat an dem Stück dann zwei Seitenteile und einen Fersenstreifen, die alle hoch geklappt werden. Nach dem Ausschneiden, werden mit einer Lochzange an den dafür vorgesehenen Stellen Löcher in das Leder gemacht, um später einen Lederriemen durchziehen zu können. Der Lederriemen hällt dann die besagten Stücke hochgeklappt zusammen. Den Bundschuh kann man mit und ohne Sohle tragen.          

                      

 

Banner

Im Sommer 2007 hat sich Elva -mit Unterstützung- mit der Anfertigung eines Banners für die Gruppe beschäftigt. Auf blauen Filz sind in roten Buchstaben unser Name "Grex Draconis" und unser Wappentier, der Drache, ebenfalls aus Filz, aufgenäht.

         

                                                                                 

 

Kleidung nähen

Zur vollständigen Ausstattung  haben wir uns auch schon eigene Kelidung genäht. Mit Unterstützung sind schon zwei Kleider entstanden. Ein Kleid setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: Dem eigentlichen Kleid an sich und einer Schürze.

Tyr und Elva haben sich, ebenfalls mit Unterstützung,  zu Onems Geburtstag an eine Langarmtunika gewagt.

Die Kleidungsstücke sind aus Leinen genäht und bequem zu tragen. Speziell die Ärmel der Tunika sind mit eine Borte verziert. Diese besteht aus Wolle und wurde mit der Technik des Brettchenwebens hergestellt.  

  

Filzen

Im Sommer 2009 hat Elva mit dem Filzen begonnen. Zum Filzen benötigt man zunächst spezielle Filzwolle und Filznadeln. Diese haben winzige Widerhacken, so dass sich beim Stechen in die Wolle die einzelnen Wollfasern verbinden.

Das eigentliche "Nass-Filzen" geschieht durch den Vorgang des Walkens. Hierzu wird die geformte Wolle zwischen einem Tuch gerollt. Die Wolle verfilzt bei diesem Schritt vollständig.

Zu allererst hat Elva angefangen, Bälle zu filzen. Für unseren Jarl hat sie bereits eine Mütze gefilzt. Darum wurde ein Stück Lammfell genäht.

 

 

 

Kochstelle

Im Jahre 2008 haben wir uns eine stabile Kochstelle aus Tannenholz gebaut. Sie  besteht aus zwei Füßen und einem Querbalken. Die Füße wurden durch Stützen zusätzlich stabilisiert. In den Füßen sind Einkerbungen, um bei Bedarf auch einen Spieß nutzen zu können. Sowohl ein Kessel, als auch der Grillrost werden an einer Kette über das Feuer gehängt.                                                         

                                 

                                     

 

       

 

Spiele

Zu Weihnachten des Jahres 2007 gab es von Tyr für jedes Mitglied der Gruppe ein echtes Wikingerspiel. Die Spielfelder sind mit Tusche auf Leder gezeichnet. Zu jedem Spiel gibt es Spielsteine.

Auf diesem Bild seht ihr das Spiel Hnefatafl.

 

     

 

Armschienen

 

Armschienen sind ein Muss für jeden Wikingerkrieger. Unser Krieger Onem hat seine Armschienen aus 2 mm starkem Stahlblech gefertigt. Auf diese hat er eine Polsterung aus Leder genietet.

   

  

  

Truhen

Um Kleidung, Werkzeug und Lebensmittel zu transportieren und zu lagern, haben wir uns Truhen gebaut.

Neben einer Küchen- und einer Werkzeugtruhe, haben wir die so genannten Ruderbanktruhen angefertigt.

Zu guter Letzt haben wir sie mit Ornamenten und Knotenmustern, wie beispielsweise auf der Küchentruhe, oder mit Symbolen, wie auf der Werkzeugtruhe verziert.